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Stadtgeschichte

Zahlreiche Funde um Eckartsberga und in den Nachbarfluren weisen nach, dass unsere engere Heimat schon in der Steinzeit besiedelt war. So kann man im Heimatmuseum Faustkeile, Feuersteinschaber, Pfeil- und Langspitzen, Spinnwirtel der Hausfrau, Gefäßscherben und andere Gegenstände aus jener Zeit sehen, die hier gefunden wurden.

Die neue Geschichte, in Urkunden und Chroniken der Nachwelt überliefert, begann eigentlich mit dem Bau der Eckartsburg. Sie war aber nicht die einzige Burg auf den Höhen um unser Tal. Auf dem südlichen Ausläufer des Höhenzuges stand die "Altenburg".

Der Ort am Fuße des Berges gelegen, wurde bereits 1073, nach anderen Quellen 1135, erstmals urkundlich erwähnt.
In einer, heute noch vorhandenen, Chronik aus dem Jahre 1690 zur Geschichte des Ortes Eckartsberga wird die Gründung der Burg im Jahre 998 angegeben. Sie soll von Markgraf Ekkehard I. von Meißen erbaut worden sein.

Mit Sicherheit, so schrieben es die Heimatforscher nieder, entstand mit dem Bau der Burg ein Vorwerk, das der Versorgung der Burgenbauer und –bewohner diente. Es war auch der Ausgangspunkt für die Entstehung des Reihendorfes im 11. Jahrhundert im langgestreckten Tal. Die Lage des Ortes zu beiden Seiten der Straße im engen Finneeinschnitt bestimmte in den folgenden Jahren das Leben der Stadt.

1066 wird "mons castelli eggehardesberc" urkundlich erwähnt. Aber schon 1074 unterschied man "castellum" (Burg) und "ville Eggehardesberc" (Ort).

Während die Burg Mitte des 15. Jahrhunderts aus unserem Geschichtsbericht fast ganz verschwindet, entwickelte sich die Stadt zusehends.

Im 13.-16. Jahrhundert erfreute sich die Stadt des Markt- und Münzenrechtes und der eigenen Gerichtsbarkeit.
Das Fuhrmannswesen bestimmte das Leben in hohem Maße. 1288 wurde dem Ort das Stadtrecht verliehen.
1485 wurde er Hauptort und Sitz des neugeschaffenen sächsischen Amtes Eckartsberga.

Als Ergebnis des Wiener Kongresses mußte 1815 Sachsen einen Teil seiner Gebiete an Preußen abtreten. Dazu gehörte auch das "Amt Eckartsberga".

Das Gebiet wurde durch die Ämter Sachsenburg und Heldrungen erweitert und bildet nun den neuen preußischen Kreis Eckartsberga.

In der Blütezeit der Stadt, die etwa Mitte des 17. Jahrhunderts beendet war, erlangte die Bevölkerung Wohlstand und Ansehen. Zahlreiche Bauten, die heute noch vorhanden oder wieder aufgebaut sind, zeugen von dieser Zeit.


Berühmte Söhne und Töchter Eckartsbergas

* Ludwig Abel, deutscher Violinist und Komponist
* Peter Frenkel, deutscher Leichtathlet
* Nikolaus Christoph von Halem, Widerstandskämpfer im 3. Reich
* Rolf Friedemann Pauls, deutscher Diplomat


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2007 © by Kay Moritz